Auf den Spuren der Reflexzonen-Behandlung

Historische Weltkarte der Reflexzonenbehandlung von Balnaox. Grafik: RAUCHpower

Seit mehreren tausend Jahren kennen die Menschen rund um den Globus die Wirkung der Stimulation von Reflexzonen. Diese ist vielfältig und erfolgt mit verschiedenen Werkzeugen und Methoden:

  • Akupunktur mit Dornen, Pfeilspitzen und später mit Nadeln
  • Massage mit den Fingern oder mit kleinen Stäben
  • Punktuelle Wärmebehandlung mit Moxazigarren
  • Reflexzonenbehandlung mit aufgeklebtem Chili (Capsaicin) in Form von Pasten oder mit modernen Balanox™ Reflexzonen-Strips in Form von Pulver

Zeitleiste:

3200 v.Chr. Österreich: Der Gletschermann Ötzi trägt Tätowierungen an Akupunkturpunkten und Reflexzonen, die genau seinen körperlichen Beschwerden entsprechen.

 

3000 v.Chr. Ägypten: Inschriften am Grab eines Arztes zeigen die Anwendung der Fuß- und Handreflexzonenmassage.

 

3000 v.Chr. Indien: Reflexzonen-Behandlung wird zur Heilung von Krankheiten praktiziert.

 

2600 v.Chr. China: Durch die Verbreitung des Buddhismus findet das Wissen um die Reflexzonen seinen Weg von Indien ins alte China. Zur Zeit des Gelben Kaisers entsteht ein medizinisches Fachbuch, das die Fußreflexzonen beinhaltet.

 

2300 v.Chr. Korea: Unter Kaiser Dangun gelangt die Akupunktur nach Korea und findet dort große Verbreitung.

 

600 v.Chr. China: Hieroglyphen und Skizzen dokumentieren Akupunktur und Moxabehandlung.

 

550 Japan: Gesandte aus China und Korea verbreiten in Japan die Traditionell Chinesische Medizin. So gelangt die Akupunktur nach Japan.

 

670 China: Der Arzt und Wissenschaftler Sun Si-Miao, in China auch bekannt als „König der Medizin“, publiziert Schaubilder, die das Lokalisieren der Akupunkturpunkte lehren. Seine Werke werden in viele Sprachen übersetzt und bis heute aufgelegt.

 

1295 Italien: Marco Polo bringt von seiner Chinareise das Wissen der Fußreflexzonenmassage nach Europa.

 

1683 Holland: Willem ten Rhijne, Chefchirurg der Holländischen Ostindien-Kompanie lernt von Chinesischen und Japanischen Ärzten Akupunktur und Moxabehandlung. Sein gesammeltes Wissen dokumentiert er 1683 in seinem Werk „De Acupunctura“ und schöpft damit das bis heute gebräuchliche Wort „Akupunktur“.

 

1890 England: Der Neurologe Sir Henry Head erforscht die Überempfindlichkeit bestimmter Hautzonen bei Erkrankungen der Bauchorgane. Internationale Bekanntheit und Anerkennung findet sein Werk unter dem Begriff „Head’sche Zonen“.

 

1902 Österreich: Dr. Alfons Cornelius forscht am Zusammenhang zwischen Erkrankungen und der Empfindlichkeit an bestimmten Hautpunkten. Er entdeckt, dass die Druckbehandlung über längere Zeit Schmerzen lindern und den Heilungsprozess anregen kann. 1902 erscheint in Wien sein Aufsatz „Druckpunkte, ihre Entstehung, Bedeutung bei Neuralgien, Nervosität, Neurasthenie, Hysterie, Epilepsie und Geisteskrankheiten sowie ihre Behandlung durch Nervenmassage“.

 

1911 Deutschland: Der Arzt  Bernard Barczewski prägt den Begriff „Reflexmassage“ in seinem „Hand- und Lehrbuch meiner Reflexmassage für den praktischen Arzt: ein neuer, praktischer Weg zur Diagnose, Therapie und Prophylaxe der Krankheiten“.

 

1917 Nordamerika: Nach umfassender Beobachtung der Ureinwohner Nordamerikas und mehreren Auslandsaufenthalten, unter anderem in Wien, publiziert Dr. William Hope Fitzgerald gemeinsam mit Dr. Edwin Bowers seine gesammelten Werke unter dem Titel „Zone Therapy or Relieving Pain and Disease“.

 

1938 Nordamerika: Nach langjähriger Erfahrung als Reflexzonen-Therapeutin mit hunderten von behandelten Patienten fasst Eunice Ingham Ihr Wissen in dem Buch „Stories the Feet Can Tell“ zusammen. Als bahnbrechend gelten die darin enthaltenen Schaubilder. Das Buch wird in sieben Sprachen übersetzt und erfährt weltweit große Verbreitung.

 

1950 Frankreich: Der Arzt Paul Nogier entdeckt und dokumentiert die Ohr-Reflexzonen

 

1975 Deutschland: Hanne Marquart bringt das Wissen um die Fußreflexzonen nach Deutschland. Ihr Buch „Reflexzonenarbeit am Fuß“ ebnet den Weg für die Wiederentdeckung der Reflexzonenbehandlung im deutschsprachigen Raum.

 



Reflexzonen als Schlüssel zum Wohlbefinden

Das Verlangen nach Wohlbefinden gibt es vermutlich so lange, wie es die Menschen gibt. Eines der ältesten Zeugnisse lieferten erst vor wenigen Jahren sensationelle Erkenntnisse, die rund um den Gletschermann „Ötzi“ gemacht wurden: Der „Mann vom Hauslabjoch“, der um 3.200 vor Christus gelebt hatte, war tätowiert. Lange Zeit gaben die Tätowierungen Rätsel auf, schließlich wurden sie als Akupunktur von Reflexzonen erkannt und 2014 auch entsprechenden Beschwerden zugeordnet – was heute noch als Sensation gilt. Denn würde ein Akupunkturarzt den Mann aus dem Eis heute akupunktieren – er würde die gleichen Punkte noch einmal setzen.1)

Balanox | relax <-> perform

Jahrtausende altes Wissen

Diese Entdeckung war bemerkenswert: Denn sie zeigt, dass die Tradition der Stimulation bestimmter Punkte auf dem Körper – sogenannte Reflexzonen – auch in Europa bereits vor Jahrtausenden praktiziert wurde. Was heute zusätzlich beeindruckt: Diese Methode entwickelte sich rund um den Globus. Sie lässt sich schon vor mehreren tausend Jahren in Ägypten, China und Indien nachweisen. Auch die Inkas sowie einige Indianerstämme wandten sie an.

 

Wegweisend für das 20. Jahrhundert war jedoch der amerikanische Arzt William Fitzgerald. Er beobachtete die Methode bei den Ureinwohnern Amerikas und entwickelte sie systematisch weiter, indem er den Körper in Längszonen einteilte und diese proportional auf die Füße übertrug. Dahinter steht die Vorstellung, dass einzelne Zonen des Fußes mit bestimmt entfernt liegenden Körperteilen und Organen korrespondieren. Durch Stimulation von bestimmten Punkten können durch Fußreflexzonenmassage die Körperteile und Organe in ihrer Funktion beeinflusst werden.

Spiegelbild des Körpers

Dabei werden die Fußsohlen als Spiegelbild eines sitzenden Körpers gesehen, die Zehen stehen für den Kopfbereich, der Vorfuß ist der Schulter- und Brustbereich, der Mittelfuß korrespondiert mit Bauch und Rücken und die Ferse mit dem Beckenbereich. So lassen sich die Füße wie eine Landkarte des Körpers lesen. Durch die Kenntnis der entsprechenden Reflexpunkte können innere Organe angeregt oder beruhigt werden. In der klassischen Fußreflexzonenmassage geschieht dies durch den Einsatz bestimmter Griff- und Drucktechniken.


Balanox™ Reflexzonen-Strips

 

Balanox™ Reflexzonen-Strips

Reflexzonen-Behandlung über Nacht: Capsaicin (Chilipulver) stimuliert die Reflexzonen mit einem sanften Prickeln

 


Balanox™ Reflexzonen-Finder

Balanox™ Reflexzonen-Finder

  • zum Organ die Reflexzone finden
  • Reflexzone dem Organ zuordnen

 



Reflexzonen schlafen nie

Eine andere Möglichkeit der Reflexzonenstimulation, die vor allem in Asien verbreitet ist und mittlerweile auch ihren Weg nach Europa gefunden hat, ist das Aufkleben von Reflexzonen-Strips. Durch eine wohltuende Mischung aus Chilipulver und Mineralien wird dann, wenn sich der Körper in Regeneration befindet, nämlich in der Nacht die Energie – das Chi – zum Fließen gebracht. Dies begünstigt zudem die Entgiftung und Entschlackung. Sichtbares Zeichen: Der Strip, der abends aufgebracht wurde, ist in der Früh nass, da der enthaltene Bambusessig über Nacht seine Wirkung entfaltet, die Poren öffnet und die Durchblutung der einzelnen Organe anregt.

 

Fußreflexzonen-Strips sind Wellnessprodukte – und Wellness geht mit unserem Wort „Wohlbefinden“ einher – einem Zustand, der nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern Vitalität und Tatkraft bedeutet. In der Reflexzonenmassage hat diese Methode jahrtausendealte Tradition, ihr ältestes Testimonial: „Ötzi“, der Mann aus dem Eis.

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Balanox™ Lounge


Mag: Brigitte Krizsanits "Reflexzonen als Schlüssel zum Wohlbefinden"

 

 

Über die Autorin dieses Beitrags: Mag. Brigitte Krizsanits ist freie Journalistin und Autorin. Sie befasst sich in ihrer Arbeit vor allem mit den Bereichen Leben, Kulinarik und Geschichte.

textprojekt.at

 

Grafik: Historische Weltkarte der Reflexzonenbehandlung, Agentur RAUCHpower


1) Vgl. hierzu Frank Bahr, Leopold Dorfer, Sandi Suwanda: Die neuen Untersuchungen am Mann im Eis „Ötzi“ mit dem „Missing Link“ als Nachweis für die Entwicklung der Akupunktur in Europa. In: Akupunktur und Aurikulomedizin 2/2015. S. 10-14.


Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags sind keine Heilaussagen. Diagnose und Therapie von Krankheiten und anderen körperlichen oder psychischen Störungen bedürfen einer eingehenden ärztlichen Untersuchung. Die Inhalte sind ausschließlich informativ und ersetzten keine ärztliche Behandlung.